31/03/2026 0 Kommentare
Gedanken zum Monatsspruch für den April
Gedanken zum Monatsspruch für den April
# Monatsandacht

Gedanken zum Monatsspruch für den April
Jesus spricht zu Thomas: Weil du mich gesehen hast, darum glaubst du? Selig sind, die nicht sehen und doch glauben! (Joh.20,29 L
Glauben und Glaube – zwei Worte und eine Lebenshaltung, die sehr verschieden verstanden, sehr verschieden “übersetzt“ wird.
Im Umfeld der hebräischen Sprache hat Glauben viel mit Vertrauen und Zuverlässigkeit zu tun. Wer glaubt, lässt sich auf G´tt und die vielen Begegnungen mit IHM ein. Seit Jahrtausenden lassen sich Juden auf ihr Leben mit G´tt ein. Nach jedem Gebet bekräftigen wir, Juden und Christen gleichermaßen, unser Vertrauen in G´tt, indem wir „Amen“ sagen. Dieses Wort ist sprachverwandt mit „Glauben“ – „Emuna“.
Im griechischen Sprachkreis wiederum geht es bei Glauben stark um Wahrheit, um den Wahrheitsgehalt dessen, was geglaubt wird. Glaube nimmt etwas für wahr.
Im Monatsspruch begegnen uns beide Aspekte dieses schönen Wortes „Glauben“.
Thomas war nicht da, als der auferstandene Jesus bei den anderen Jüngern erschienen ist. Er kann, er will nicht glauben, was die anderen ihm erzählen. Mit eigenen Augen und Händen will er sich erst von der Wahrheit überzeugen (lassen). Als Jesus erneut bei den Jüngern erscheint, darf Thomas seine Hände in die Wunden Jesu legen. Dann erst kann er glauben.
Jesus spricht zu Thomas: Weil du mich gesehen hast, darum glaubst du? Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!
Mit dieser Seligpreisung erinnert Jesus an das jüdische Grundvertrauen: Wer glaubt lässt sich auf G´tt ein. Auch wenn nichts darauf hindeuten mag, dass dieses Vertrauen Frucht tragen wird. Aber dennoch ist Vertrauen da und trägt. Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich. (Lk.1,37)
Selig, wer so glaubt.
Pfarrerin i.R. Johanna Melchior
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