Gedanken zum Monatsspruch für den September

Gedanken zum Monatsspruch für den September

Gedanken zum Monatsspruch für den September

# Monatsandacht

Gedanken zum Monatsspruch für den September

Besser eine Hand voll mit Ruhe als beide Fäuste voll mit Mühe und Haschen nach Wind. (Kohelet.4, 6 L)


Tiny-Häuser sind gefragt. Camping-Urlaub ist beliebt. In manchem Promi-Interview gibt es die berühmte Frage: „Was würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?“. Auch Pilgern steht hoch im Kurs. Diese Beispiele verbindet eine gewisse „Beschränkung“, eine (Rück)-Besinnung auf das, was wirklich wichtig ist zum Leben und im Leben.

Für die meisten ist das Leben, besonders das Berufsleben aber leider oft auch die „freie“ Zeit, zu einem Haschen nach Wind geworden. Optimale Leistung im Beruf, Optimierung des Körpers, Optimierung der Freizeit … Das Leben verrinnt wie Sand durch die hohle Hand. Auch wenn „man“ meint, sein Leben im Griff zu haben.

Aus der Bibel sprechen Menschen zu uns, die oft und lange unterwegs waren. Der Weg Israels in das versprochene Land dauerte vierzig Jahre. Der Prophet Elia war vierzig Tage und Nächte unterwegs, bis er zum Berg G´ttes kam. Jesus war vierzig Tage und Nächte in der Wüste bevor er begann durch das Land zu ziehen, um von G´tt zu erzählen. Und dann war Jesus immer wieder neu auf Tour, um Menschen zu begegnen. Unterwegs braucht es nicht viel. Das kleine Gepäck und die Ruhe der Begegnungen – was für ein Segen kann das sein. Welcher Segen kann daraus erwachsen.

Pfarrerin Johanna Melchior

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